Januar 2026

So werden Immobilien bewertet

Beim Kauf oder Verkauf einer Immobilie in Potsdam-Mittelmark spielt der richtige Marktwert eine entscheidende Rolle, da dieser die Basis für den zu erzielenden Kaufpreis darstellt. Eine professionelle Immobilienbewertung schafft Sicherheit und bildet die Grundlage für alle weiteren Schritte.

In der Praxis werden drei Bewertungsverfahren besonders häufig genutzt: das Vergleichswertverfahren, das Sachwertverfahren und das Ertragswertverfahren. Jedes dieser Verfahren verfolgt einen eigenen Ansatz und eignet sich für unterschiedliche Arten von Immobilien.

Immobilienbewertung

Vergleichswertverfahren

Beim Vergleichswertverfahren orientiert sich die Bewertung an kürzlich verkauften, ähnlichen Immobilien in der Umgebung. Hierbei ist ein besonderes Augenmerk darauf zu legen, dass die für die Wertermittlung herangezogenen Vergleichsobjekte hinreichend übereinstimmende Grundstücksmerkmale mit den zu bewertenden Objekt aufweisen.

Wichtig: Angebotspreise sind keine verlässliche Grundlage, da sie häufig deutlich von den tatsächlichen Verkaufspreisen abweichen.

Das Vergleichswertverfahren kann grundsätzlich bei allen Arten von Immobilien angewendet werden. Dabei ist es besonders wichtig, den lokalen Markt gut zu kennen, da Lage, Ausstattung und Nachfrage den Preis stark beeinflussen.

Sachwertverfahren

Beim Sachwertverfahren werden Grundstück und Gebäude getrennt bewertet. Zuerst wird der Wert des Grundstücks anhand des Bodenrichtwerts ermittelt. Anschließend folgt die Berechnung des Gebäudewerts.

Dazu werden sogenannte Normalherstellungskosten (NHK) verwendet. Sie geben an, wie viel es kosten würde, ein vergleichbares Gebäude heute neu zu errichten. Die NHK werden pro Quadratmeter Bruttogrundfläche (BGF) angegeben und mit der tatsächlichen Größe des Hauses multipliziert. Besondere Ausstattungen wie ein hochwertiger Garten, ein Pool oder eine exklusive Küche werden zusätzlich berücksichtigt.

Dieses Verfahren wird vor allem bei Einfamilienhäusern genutzt. In Regionen mit hoher Nachfrage wird der errechnete Sachwert häufig durch einen Marktanpassungsfaktor nach oben angepasst. Hier ist viel Erfahrung erforderlich, um den Marktwert realistisch einzuschätzen.

Ertragswertverfahren

Beim Ertragswertverfahren steht nicht der reine Substanzwert im Vordergrund, sondern die Erträge, die eine Immobilie erwirtschaftet. Zunächst wird die marktübliche Miete ermittelt, unabhängig davon, welche Mieten derzeit tatsächlich gezahlt werden. Von dieser Summe werden typische Kosten wie Instandhaltung oder mögliche Mietausfälle abgezogen. Das Ergebnis ist der sogenannte Rohertrag.

Im nächsten Schritt wird dieser Rohertrag ins Verhältnis zur erwarteten Rendite gesetzt.

Das Verfahren wird vor allem bei Mehrfamilienhäusern und anderen Kapitalanlagen angewendet. Ein Experte kann dabei Besonderheiten berücksichtigen, zum Beispiel wenn die aktuelle Miete stark vom Marktdurchschnitt abweicht.

Marktkenntnis macht den Unterschied

Alle drei Verfahren liefern wichtige Informationen fuer die Immobilienbewertung. Erst die richtige Kombination und die Erfahrung eines Fachmanns fuehren jedoch zu einem verlaesslichen Ergebnis.

Gerade in Potsdam-Mittelmark lohnt es sich, auf die Expertise eines regionalen Immobilienmaklers zu setzen. So laesst sich der tatsaechliche Marktwert realistisch einschaetzen und eine sichere Grundlage fuer Verkauf oder Kauf schaffen.

Kontaktieren Sie uns fuer eine Immobilienbewertung vor Ort und erfahren Sie, welchen Preis Ihre Immobilie aktuell am Markt erzielen kann.

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